Liebe Patientin, lieber Patient, unter dem Begriff des Raynaud-Phänomens (RP) versteht man das anfallsartige Auftreten einer scharf begrenzten Weißfärbung eines oder mehrerer Finger bzw. Zehen auf dem Boden eines Gefäßkrampfes der Schlagadern („arterieller Vasospasmus“). Findet man keine Ursache, liegt ein primäres RP vor, ansonsten ein sekundäres. Im Laufe des Lebens kann aus einem primären ein sekundäres werden, wenn sich die ursächliche Erkrankung zu erkennen gibt.


Was Sie selbst tun können

Die auslösende Ursache eliminieren (dazu fragen Sie bitte Ihren Arzt).

Ganz wichtig ist der Schutz vor Kälte. Geeignete Hilfsmittel dazu sind Fäustlinge, besser noch Fingerhandschuhe (aus Baumwolle), Muffs oder Taschenöfen. Letztere erhalten Sie im Jagd- oder Campingladen. Bei kalter Nässe sollten Sie über den Fingerhandschuhen wasserfeste Gummihandschuhe tragen.

Sehr wirksam sind außerdem warme Handbäder vor einer unvermeidlichen Kälteexposition. Empfehlenswert sind auch ein Säckchen mit Kirschkernen, die man in der Mikrowelle erhitzt, oder auch das Kneten warmen Paraffins (am besten zunächst im Rahmen einer Krankengymnastik).


Die medikamentöse Behandlung

Da sie mit erhöhten Nebenwirkungen einhergehen kann, sollte sie erst eingesetzt werden, wenn die oben aufgeführten Maßnahmen nicht mehr ausreichend sind.

Kalziumantagonisten:
– Nifedipin 2- bis 3mal 5 mg pro Tag
– Amlodipin 1mal 5 mg pro Tag (Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Hautrötung, Herzjagen, Schwindel, Blutdruckerniedrigung, Provokation von Sodbrennen und Schwellneigung der Beine)

ACE-Hemmer

Prostaglandin-Abkömmlinge

Calcitonin

Computertomographisch gesteuerte Sympatikusblockade


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