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Patienten-Schulung zur Selbstbestimmung von Gerinnungswerten mit dem CoaguChek®-System

Die Einnahme von Gerinnungshemmern kann der Arzt u. a. bei folgenden Indikationen dauerhaft verordnen:
Schwere Herzrhythmusstörungen, zum Beispiel Vorhofflimmern
Thrombophilie nach wiederholter Beinvenenthrombose oder Lungenembolie
Angeborene oder erworbene Gerinnungsstörungen
Künstliche Herzklappen


Mehr Zeit für das Wesentliche für den Arzt

Der Nutzen des Gerinnungs-Selbstmanagements zeigt sich sehr deutlich in der geringen Variabilität der INR-Werte. Dieser Therapieerfolg verringert die Gefahr von thromboembolischen Komplikationen und von Blutungskomplikationen und senkt damit die Folgekosten. Das Gerinnungs-Selbstmanagement begegnet auch der Forderung nach verstärkter Übernahme von Eigenverantwortung in der Behandlung durch den Patienten. Der Patient sollte möglichst selbstständig seine Kräfte einsetzen und nur dann auf ärztliche Hilfe zurückgreifen, wenn eine Selbstbehandlung nicht mehr möglich ist.
Der behandelnde Arzt unterstützt und berät seine Patienten beim Gerinnungs-Selbstmanagement. Er kontrolliert einmal im Quartal den Therapieerfolg und hilft den Patienten, Risiken zu vermeiden. Die Patienten gewinnen so ein Stück Normalität und Unabhängigkeit zurück.
Die Unabhängigkeit und bessere Organisation von Reisen und der Freizeit waren die von Patienten am häufigsten genannten Vorteile der Methode.

Stärkere Arzt-Patienten-Bindung
Verbesserte Therapie-Compliance
Höhere Therapiequalität
Zufriedenere Patienten
Besseres Monitoring des Patienten in kritischen Phasen
Geringere Komplikationsrate

Insgesamt fühlt sich der Patient durch das Gerinnungs-Selbstmanagement in seiner Verantwortlichkeit und seiner Lebensqualität gestärkt. Dies führt zu einem verbesserten Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient und zu einer stärkeren Arzt-Patienten-Bindung.


Höhere Therapiequalität
frühzeitiges Erkennen von Veränderungen der Werte
direkte Anpassung der Dosis des Gerinnungshemmers

Mehr Sicherheit
zeitnahe Anpassung bei Werte-Schwankungen
dadurch Vermeidung von Komplikationen

Mehr Flexibilität bzw. Unabhängigkeit
mehr Flexibilität bei der Werte-Überwachung

Höhere Lebensqualität

hilft, unnötige Einschränkungen im Alltag zu verhindern

Mehr Selbstständigkeit

die Dosis kann selbstständig angepasst werden

Schonung der Venen
die Blutentnahme aus der Vene wird vermieden
ein kleiner Tropfen Blut aus der Fingerkuppe genügt


Kostenübernahme CoaguChek-Schulung:
Die gesetzlichen/privaten Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für eine strukturierte Patientenschulung, da diese die verbesserte Einstellung und die Reduktion der Komplikationsrate sicherstellt.

Kostenübernahme Gerinnungsmessgerät:
Es muss bei der Verordnung eine medizinische Begründung angegeben werden (n. Hilfsmittelgesetz); ausgenommen bei Patienten mit Klappenersatz bis 3 Monate post OP. Die Kosten für das Gerät mit dem notwendigen Verbrauchsmaterial werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten, wenn Hilfsmittel mit versichert wurden.

Voraussetzung:
Der Patient ist lebenslang auf eine orale Antikoagulation angewiesen. Desweiteren benötigt er für das Gerinnungs-Selbstmanagement folgende intellektuellen und körperlichen Fähigkeiten:
Verständnis des Verfahrens in vollem Umfang
Ausreichende Sehschärfe
Manuelle Geschicklichkeit

Wenn ein Patient diesen Anforderungen entspricht, kann er prinzipiell an der Schulung teilnehmen.

Die Herzklinik Ulm übernimmt dabei:
Antragstellung und Begründung
Rezeptausstellung
CoaguChek-Schulung
Die weitere Betreuung des Patienten liegt danach wieder in den Händen des Hausarztes.

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Gerinnungs-Selbstmanagement
mit dem CoaguChek-System:

Patientenschulung durch
Dr. med. Ulf Kroschel
Internist, Kardiologe, Angiologe
Herzklinik Ulm


Die Arbeitsgemeinschaft „Selbstkontrolle der Antikoagulation e.V.“ (ASA) hat Leitlinien erarbeitet, die die notwendigen Inhalte einer Schulung beschreiben.

Wichtige Aspekte sind die folgenden:
Einführung in die Theorie der Blutgerinnung/-stillung
Indikation für die notwendige Antikoagulation
Erklären des individuellen therapeutischen Bereiches
Erklären der Ergebniseinheiten INR und % Quick
Übungen am Gerät und korrekte Eintragen der Messwerte in den Patienten-Ausweis,
Dosisfindung des oralen Antikoagulans,
Erkennen von Über- oder Unterdosierungen
Verhalten bei Komplikationen
Die strukturierte Patienten-Schulung umfasst zwei Abende zu je 3 Stunden. Der Schulungsarzt prüft, inwieweit die Inhalte vermittelt werden konnten und ob die Patienten in der Lage sind, die Verantwortung für das Selbstmanagement zu übernehmen. Nach erfolgreicher Schulung verordnen wir dem Patienten ein Messgerät.

Patientenanmeldung und Terminvereinbarung:
Herzklinik Ulm, Dr. med. Ulf Kroschel, Tel. 07 31 - 9 35 30 70


Download des CoaguChek-Flyers mit mehr Information klicken sie auf das Bild

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