Beispielhaft soll der Untersuchungsablauf eines Patienten geschildert werden, der von Ihnen mit Herz-/Gefäßbeschwerden zu uns geschickt wird.

Sprechstundenfälle mit eher stabilen oder auch atypischen Beschwerden
An Untersuchungen erfolgt hier ein EKG, ein Belastungs-EKG (sofern nicht schon durch Sie erbracht) und ein Echo, gelegentlich auch ein Stressecho als weitere Diagnostik. Danach erhalten Sie unsere Stellungnahme in einem Brief, wobei nur bei einem kleinen Teil der Patienten die Empfehlung zu einer Herzkatheteruntersuchung notwendig werden wird. Wir weisen den Patient darauf hin, diese Empfehlung unbedingt mit Ihnen zu besprechen. Gerne können Sie uns hierzu auch anrufen. Der Herzkatheter und die evtl. Intervention werden dabei nicht sofort, sondern erst zu einem neuen Termin erfolgen. Eine Katheteruntersuchung aus der Sprechstunde heraus ist selten und wird nur dann gemacht, wenn wirklich eine akute Indikation besteht. In diesem Falle erfolgt eine umgehende Rückmeldung an Sie. Weitere Kontrollen durch uns sind bei einer medikamentösen Therapie in Ihrer Praxis ein- bis zweimal pro Jahr ausreichend.

Akutfälle
Bei Notfällen mit Ruhebeschwerden dürfen Sie den Patienten sofort nach einem Anruf losschicken, je nach klinischem Bild gerne auch mit dem Krankentransport.

Unsere Intensivstation nimmt die Patienten von Montag bis Freitag jederzeit auf. Wir werden ein EKG und ein Echo durchführen, es werden Laborwerte abgenommen, vor allem ein Troponin-Test. Im Falle von Veränderungen liegt ein akutes Koronarsyndrom vor. Hier muss nach Leitlinien rasch eine Katheteruntersuchung mit ggf. Stentimplantation erfolgen. Alle unsere Interventionskardiologen sind sehr erfahren. Der Patient bleibt auch eine Nacht bei uns stationär, wobei wir eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung auf hohem Niveau bieten.

Nach dem Eingriff entlassen wir den Patienten wieder in Ihre Betreuung.
Ein besonderes Augenmerk ist dann auf das Risikomanagement (Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker, Rauchen) und auch die Therapie mit ASS und Clopidogrel zu richten. Wir geben dabei in unseren Briefen ein Therapieregime an. Eine Wiedervorstellung bei uns ist nur bei erneuten Beschwerden oder zu einer Abschlusskontrolle mittels Stressecho nach 6 Monaten angezeigt.